Trotz Niederlage in die Oberliga aufgestiegen

Hockeyspieler des VfB Stuttgart profitieren von Schützenhilfe

Bad Cannstatt - Die Männer des VfB Stuttgart hatten am letzten Spieltag der Verbandsliga-Saison den Aufstieg in die Oberliga selbst in der Hand. Trotz der 2:4-Niederlage im Heimspiel gegen Schlusslicht HC Gernsbach gelang dem VfB als Zweitplatzierter der Aufstieg in die Oberliga.

Die VfB-Herren hatten sich ihr Aufstiegsendspiel mit guten Leistungen und etwas Glück ermöglicht, da in dieser Runde ausnahmsweise zwei Teams in die Oberliga aufsteigen werden. Ein Unentschieden hätte dem VfB dabei gereicht, um aus eigener Kraft die Rückkehr in die Oberliga zu feiern, und das Team des VfB legte beherzt los. Es dauerte kaum fünf Minuten, da hatte Carsten Thorwart nach Pass seines Bruders Nico den Kreis alleine vor sich und brachte Stuttgart in Führung. Kurz darauf gelang es ihm, nach einer Flanke von rechts auf 2:0 zu erhöhen. Ein perfekter Start, alles entschieden - weit gefehlt. Beim VfB häuften sich mit der Führung die Flüchtigkeitsfehler. Leichte Ballverluste in der Vorwärtsbewegung und mangelnde taktische Disziplin ermöglichten dem Tabellenletzten Gernsbach - nach einem Konter - den Anschlusstreffer. Der Treffer schien den abstiegsbedrohten Gästen neuen Mut zu geben und der VfB war nicht wieder aus seiner Lethargie erwacht. Ludwig Schmid rettete die Führung, als er mit einem artistischen Hechtsprung einen Ball aus dem Winkel fischte. Doch kurze Zeit später klingelte es erneut im VfB-Kasten. Ein 2:2-Pausenstand war die Folge und es sollte noch schlimmer kommen. Mit dem Anpfiff erzielte Gernsbach prompt das 3:2-Führungstor. Eine unfassbare Fehlerkette war dem Treffer vorangegangenen. Die VfB-Herren bemühten sich in der Folge, mehr Druck auf den Gast auszuüben, verloren sich jedoch viel zu häufig in Einzelaktionen. Im Kreis blieb man glücklos, gleich mehrere Strafecken nutzte der VfB nicht und auch diverse andere Chancen brachten nichts Zählbares. Immer weiter rückte der VfB vor und hatte deutlich mehr Ballbesitz. Gernsbach setzte auf Zeitspiel und Konter. Lukas Weniger konnte als letzter Mann mehrfach brenzlige Situation entschärfen, ehe die Gernsbacher kurz vor Ende das 4:2 erzielten. Hängende Köpfe beim VfB, Freude bei Gernsbach. Kurz nach Abpfiff wandelte sich das Bild jedoch schnell. VfB-Konkurrent Lahr hatte gegen Villingen-Schwenningen verloren, der VfB war somit aufgestiegen, Gernsbach ist trotz des Sieges abgestiegen. Es dauerte etwas, bis sich die VfB-Jungs nach dieser Partie freuen konnten und auf den Trainer warten noch einige Aufgaben für die nächste Punkterunde, die der VfB mit mehr Glück als Verstand in der Oberliga antreten darf.

Cannstatter Zeitung, 08.07.2017
Thomas Reinmüller

Drei Minuten fehlen zur Meisterschaft

Oberliga-Hockeyspielerinnen des VfB Stuttgart verlieren "Endspiel" beim HC Ludwigsburg mit 2:3 und müssen dem HC den Aufstieg überlassen

Ludwigsburg - Die Frauen des VfB Stuttgart haben die Oberliga-Meisterschaft und damit den Sprung in die 2. Regionalliga verpasst. Sie unterlagen im letzten und entscheidenden Spiel dem HC Ludwigsburg mit 2:3, der damit den Titel gewonnen hat. Den VfB-Frauen bleibt nur der undankbare zweite Platz.

Die Gäste aus Stuttgart gingen zwar motiviert, jedoch etwas nervös ins Spiel: Eine frühe Ecke des HCL blieb zwar ungenutzt, es dauerte aber lediglich bis zur 5. Minute, ehe der Ball im Stuttgarter Tor lag. Eine Flanke kam von rechts in den Kreis, und die Ludwigsburger Stürmerin schob zum 1:0 ein. In der Folgezeit blieben die VfB-Mädels weiterhin unter Druck und mussten einige brenzlige Situationen entschärfen. Bei einer zweiten Ecke des HCL konnte Lena Schwend den Schuss auf der Linie abwehren. Eine frühe Auszeit beruhigte die VfB-Mannschaft etwas. Das erste offensive Lebenszeichen des VfB kam in Form einer Ecke in der 26. Minute. Kurz vor der Halbzeit noch eine Torraumszene für den VfB, jedoch blieb auch diese ungenutzt.

Nach der Halbzeit standen die VfB-Damen kontrollierter und ruhiger, das Spiel war generell ausgeglichener als in der ersten Hälfte. In der 42. Minute machte der HCL das 2:0. Die Vorentscheidung schien da schon gefallen zu sein. Jedoch hatten die VfB-Mädels gehörig was dagegen: Rebecca Sharpe bekam einen Pass in der gegnerischen Hälfte und hatte freie Laufbahn auf die Ludwigsburger Keeperin. Nach einem kurzen Eins-gegen-Eins packte sie den argentinischen Schrubber aus, und das Anschlusstor zum 1:2 war gefallen. Das Selbstvertrauen der Stuttgarterinnen stieg. Keine sieben Minuten später bedrängte Lara Krist die Ludwigsburger Verteidigerin im ei-genen Schusskreis und legte den Ball rüber zu Anja Rommelspacher, die cool zum Ausgleich einschieben konnte. Um die 60. Minute nahmen die Ludwigsburger die Keeperin raus und stellten noch eine zusätzliche Spielerin auf dem Platz, um den Angriffswellen des VfB stand-zuhalten. Zwei weitere Ecken blieben ungenutzt. Drei Minuten vor Schluss dann aber der Schock: Der HCL nutzte seine spielerische Überzahl aus und der Ball lag im Stuttgarter Tor - 3:2. Nach einer Auszeit nahm auch der VfB seine Keeperin raus. In der letzten Minute lag der Ball schließlich im Tor des HCL, jedoch kam der Pfiff des Schiedsrichters zuvor, der vermeintlich einen gefährlichen Ball gesehen haben will. So blieb es bei der unglücklichen 2:3-Niederlage. Den VfB-Damen stand die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben, dennoch beenden sie die Oberliga- Saison 2016/17 als Vizemeister.

Die VfB-Herren haben am vergangenen Spieltag die Chance auf den vorzeitigen Wiederaufstieg in die Oberliga vergeben. Bei der SG Lahr/Offenburg verlor man unnötig mit 0:1. Das Spiel glich von Beginn an der Partie der Vorwoche. Der VfB startete mit solidem Spielaufbau und ließ den Ball in den eigenen Reihen laufen. Lahr stand defensiv und hoffte auf Konter. Ein Stellungsfehler bei einem langen Schlenzball führte in der 13. Minute zur ersten Strafecke für die Gastgeber, die prompt verwandelt wurde. Der VfB wirkte nun etwas verunsichert, versuchte aber, sein druckvolles Spiel wieder aufzunehmen. Stuttgart hatte in der Folge viel Ballbesitz, zeigte jedoch Schwächen beim Eindringen in den Kreis. Auch die zweite Hälfte zeigte kaum Veränderungen. Die VfB- Herren standen nun aber offensiver, die Anfälligkeit für Konter wuchs. Lukas Weniger konnte mehrere Eins-gegen-Eins-Duelle für sich entscheiden und auch der Keeper Dennis Berrer blieb aufmerksam und entschärfte einige Lahrer Gegenstöße. Der VfB verzettelte sich mit zunehmender Spieldauer in Einzelaktionen und verlor so den Blick für den freien Mann. Hubertus Kramer und Carsten Thorwart, dessen Ball von einem Lahrer Spieler erst auf der Linie geklärt wurde, hatten die größten Chancen für den VfB - es blieb letztlich beim 0:1. Im letzten Spiel am morgigen Sonntag, 11 Uhr, kann der VfB zu Hause den-noch den Aufstieg feiern. Auf eigenem Platz in der Mercedesstraße kommt es dabei zum Duell gegen den HC Gernsbach, für den es noch gegen den Abstieg geht. Dem VfB reicht ein Punkt zum sicheren Aufstieg, da es zwei Aufsteiger in die Oberliga geben wird. Lautstarke Fan-Unterstützung ist natürlich willkommen.

Cannstatter Zeitung, 01.07.2017
Thomas Reinmüller

VfB: Mit Rückenwind ins Saisonfinale

Bad Cannstatt - Seit dem vergangenen Spieltag können die Hockeyspieler des VfB Stuttgart wieder auf dem frisch sanierten heimischen Platz in der Mercedesstraße spielen. Mit Rückenwind geht es nun in die letzten Saisonspiele. Den ersten Dreier setzten die VfB-Herren in der 1. Verbandsliga beim klaren 5:0 gegen die TSG Bruchsal. Die VfB- Jungs ließen absolut nichts anbrennen und sorgten mit Toren von Nico Thorwart, Johannes Schreiner, Julian Berkmann (2) und Werner Radke für einen nie gefährdeten Sieg, bevor am darauf folgenden Tag das eigentliche Platz-Einweihungsevent folgen sollte. Hier war den VfB-Herren im Spiel gegen die SG Lahr/Offenburg von Beginn an eine gewisse Müdigkeit anzumerken. Trotz größerer Spielanteile konnte zu wenig Druck auf die Gäste ausgeübt werden. Ein Ballverlust mit anschließendem Gegenstoß führte schließlich zum 0:1. In der zweiten Hälfte gelang den VfB- Jungs mit einem ruhenden Ball schließlich der 1:1-Ausgleich. Ein Freischlag direkt vor der Viertellinie war von Ludwig Schmid schnell in den Kreis geschlagen worden, wo Carsten Thorwart per Stecher vollendete. Mehr passierte nicht mehr. Damit bleiben die VfB-Herren mit einem Zähler Vorsprung Spitzenreiter. Im heutigen Spiel (16 Uhr) in Lahr, müssen die Stuttgarter unbedingt gewinnen. Sollte Bietigheim parallel dazu verlieren, wäre den Herren der Wiederaufstieg in die Oberliga nicht mehr zu nehmen.

Ebenfalls im Rahmen des Eröffnungsevents trafen die VfB-Damen auf den Mannheimer HC 2, kamen aber über ein 0:0 nicht hinaus. Die VfB-Mädels spielten von Beginn an ihr System ruhig und gekonnt, so dass es oft zu Nadelstichen im Mannheimer Viertel kam. Der VfB hatte zwar mehr Spielanteile, aber nur selten Chancen. So blieb es beim 0:0 und einem enorm wichtigen Punkt für die VfB-Mädels. Für den Spitzenreiter VfB kommt es morgen, 11 Uhr, beim Tabellenzweiten HC Ludwigsburg zum Showdown. Der Aufstieg in die 2. Regionalliga ist für die VfB-Damen zum Greifen nah: Ein Remis reicht den Stuttgarterinnen zum Titel.


Cannstatter Zeitung, 25.06.2017
Thomas Reinmüller

Zürn lässt VfB-Männer jubeln

Bad Cannstatt - Nach dem 2:0-Sieg am Vatertag gegen den TSV Ludwigsburg lief eigentlich alles nach Plan für die Frauen des VfB Stuttgart. Der direkte Konkurrent um den Oberliga-Titel, der HC Ludwigsburg, unterlag überraschend in Rohrbach. Jedoch konnten auch die VfB-Mädels zuletzt nichts Zählbares verbuchen. Im Heimspiel gegen den FT Freiburg unterlagen sie unglücklich mit 0:1, liegen aber weiterhin punktgleich mit Spitzenreiter Ludwigsburg auf Rang zwei.

Die VfB-Herren knüpften in der Verbandsliga hingegen an die Ergebnisse der vergangenen Wochen an und gewannen das Heimspiel gegen den HC Konstanz mit 2:1. Das Spiel begann mit mäßigem Tempo und ohne jeglichen Druck der Gäste. Doch statt munter aufzuspielen, verfiel der VfB mehr und mehr in eine behäbige Spielweise. Einfache Fehler des VfB machten den Gästen die Balleroberungen leicht, die ihrerseits komplett auf Konter setzten und die Schlafmützigkeit des VfB nach einem Pfiff im Viertel aus-nutzten und zum 1:0 trafen. In der 22. Minute war dies eine der wenigen Kreisszenen. Mit frischem Mut sollte es für den VfB in die zweite Hälfte gehen, was zumindest teilweise gelang. Es wurde etwas häufiger über Außen gespielt. Carsten Thorwart erzielte im Anschluss an einen Freischlag in bester Abstaubermanier den Ausgleich. In der Folge kamen die Stuttgarter besser ins Spiel und konnten sich weitere Chancen erspielen. Adrian Zürn erzwang mit einem abgefälschten Schuss aus der Drehung die Strafecke, welche die halbe Tribüne bereits als Tor bejubelte, schlussendlich landete der Ball von Werner Radtke jedoch am Außennetz. Kurz vor Ende der Partie erzielte Adrian Zürn den Siegtreffer durch eine kurze Ecke und hielt die VfB-Jungs damit auf Platz zwei der Tabelle. Die Stuttgarter haben die Chance auf den Aufstieg somit selbst in der Hand.

Cannstatter Zeitung, 03.06.2017
Thomas Reinmüller

VfB-Teams souverän

Bad Cannstatt (red) - Die Frauen des VfB Stuttgart sind nach einem 2:0-Sieg beim TSV Ludwigsburg weiterhin punktgleich mit dem Oberliga-Spitzenreiter HC Ludwigsburg. In der 20. Minute wurde ein Schuss von der TSV-Keeperin an den Pfosten gelenkt und Helen Strobel staubte zur verdienten Führung ab. Ludwigsburg wurde dann aktiver, ohne jedoch zum Ausgleich zu kommen. Im Gegenteil. Unmittelbar nach Wiederanpfiff erzielte erneut Strobel den 2:0-Endstand. Morgen, 14 Uhr, empfangen die VfB-Damen den FT Freiburg. Das Spiel findet beim, TSV Ludwigsburg statt.

Die Herren des VfB gewannen in der 1. Verbandsliga gegen Heiden-heim souverän mit 5:1. Dieses Mal war der VfB sofort präsent und ging durch Werner Radkte (9.) in Führung. Bis zur Pause erhöhten Fabian Kelch und Julian Berkmann auf 3:0. Nach der Pause erzielte der VfB durch Felix Kaerger und erneut Radtke zwei weitere Tore. Heiden-heim gelang noch das Tor zum zwischenzeitlichen 1:4. Morgen, 18 Uhr, empfängt der VfB den HC Konstanz. Gespielt wird bei den Kickers.

Cannstatter Zeitung, 27.05.2017

VfB-Männer bleiben im Titelkampf

Stuttgarts Hockey-Spielerinnen trotz Niederlage weiterhin Spitzenreiter

Bad Cannstatt - Mit einem klaren 3:0-Erfolg setzten sich die Hockey- Herren des VfB Stuttgart beim Verbandsliga-Auswärtsspiel gegen Villingen-Schwenningen durch und bleiben damit in aussichtsreicher Position im Rennen um den Wiederaufstieg.

Nach einer 20-minütigen Spielunterbrechung wegen eines Gewitters kamen die Stuttgarter deutlich wacher und aggressiver aus der Kabine und konnten sofort Druck auf den gegnerischen Kreis entwickeln. Die SG Villingen-Schwenningen befreite sich in dieser Phase vorwiegend mit langen Schlenzbällen, spielerische Ideen fehlten den Gästen vorerst.

Werner Radke scheiterte zunächst am herauseilenden Keeper der Gäste, dann schlug Felix Kaerger zweifach zu und sorgte für die 2:0-Halbzeitführung. Dem ersten Tor durch eine Strafecke folgte kurz darauf ein Highlight des Spiels: Vom Kreisrand traf er den Ball mit der argentinischen Rückhand perfekt und verwandelte mit wuchtigem Schuss genau in den Winkel - ein sensationeller Treffer. Zu Beginn der zweiten Hälfte fehlte es den VfB-Jungs etwas an Konzentration, dann gewannen sie die Kontrolle über das Spiel zurück. Das Spiel war bereits entschieden, da nutzte der aus dem Ausland zurückgekehrte Nico Thorwart die Schlussecke, um sich auch hockey-technisch mit dem 3:0 zurückzumelden. Die VfB-Herren liegen nun weiter fünf Punkte hinter Bietigheim in der Tabelle auf Rang 2, haben jedoch bei zwei Spielen weniger noch die Möglichkeit, aus eigener Kraft die Tabellenspitze zu erobern. Morgen geht es um 10 Uhr auf dem Platz der Stuttgarter Kickers gegen den Heidenheimer Sportbund.

Die VfB-Damen wurden trotz kämpferischer Leistung am Ende nicht belohnt, bleiben aber weiterhin an der Tabellenspitze der Oberliga. Die VfB-Mädels traten selbstsicher und selbstbewusst gegen ihre Herausforderer aus Mannheim an. Die Verteidigung sicherte hinten alles ab, und die Offensivreihen machten den Gästen vom TSV Mannheim II vor dem eigenen Tor das Leben schwer. In der Eröffnungsphase holte der VfB so eine Ecke heraus, die nur knapp am Tor vorbeischrammte. Über die gesamte erste Hälfte ging das Spiel nur auf das Tor der Mannheimerinnen. Jedoch wollte der Ball einfach nicht hinein. In der Halbzeit war allen Beteiligten klar: Hier ist was zu holen. Mit dem Wechsel versuchten die Gäste mehr, jedoch stützten die VfB Damen ihre Spielweise zu sehr auf das Unentschieden. Weiterhin blieben Chancen ungenutzt, ein Tor für den VfB wäre mehr als verdient gewesen. In der letzten Minute bekam der TSV Mannheim II schließlich noch eine Ecke. Diese wurde zwar souverän von der VfB-Torhüterin Emmy Wund gehalten, jedoch konnte der Abpraller zum 0:1 ins Tor geschoben werden. Die enorme kämpferische und spielerische Leistung der VfB Damen wurde so schlussendlich nicht belohnt. Nach drei Siegen in Folge kam der VfB wieder auf den Boden der Tatsachen zurück - durch den Punktverlust der Konkurrenz wurde der Vorsprung nun auf einen Punkt verkürzt. Das Finale der HBW Oberliga der Damen bleibt also ein Herzschlagfinale.


Cannstatter Zeitung, 20.05.2017
Thomas Reinmüller

Sprung an die Tabellenspitze

Nach zwei Siegen über Rohrbach stehen die Hockey-Frauen in der Oberliga ganz vorne

Bad Cannstatt - Bei gutem Hockey- Wetter empfingen die Frauen des VfB Stuttgart in der Oberliga die TSG Rohrbach. Die Stuttgarterinnen waren bereits vor dem Spiel heiß auf die drei Punkte, die sie dann auch holten.

Einen positiven Ausgang begünstigte die Tatsache, dass die Rohrbacherinnen nur mit zehn Spielerinnen antraten. Die ersten Minuten verliefen indes eher hektisch und unkonzentriert. Dann legten die Stuttgarterinnen los. Schöne Spielzüge, Pässe über lange Strecken und einige tolle Einzelaktionen prägten das Spiel. Nach vielen Angriffen auf das Rohrbacher Tor bugsierte Rebecca Sharpe nach einem tollen Pass in den Schusskreis das Runde ins Eckige - 1:0 für den VfB. Das 2:0 und 3:0 im Anschluss durch Anja Rommelspacher waren hoch verdient, auch wenn sich die Rohrbacher dazwischen eine Ecke erspielten. Kurz vor der Pause erhöhte Hannah Walter auf 4:0. Trotz Dominanz blieben die Stuttgarterinnen im zweiten Abschnitt harmlos. Kurz gesagt: „Es war reines Ball-besitz-Hockey“, wie es Spielerin Carina Mathä treffend ausdrückte. So passierte nichts mehr und es blieb beim 4:0 für den VfB.

Bereits einen Tag später stand das „Rückspiel“ in Rohrbach an. Die VfB-Mädels starteten hoch motiviert. Ziel war es, an die erste Hälfte des Vortagspiels anzuknüpfen und drei Punkte mit nach Hause zu nehmen. Trotz dominanter Spielweise schafften es die Stuttgarterinnen in der ersten Hälfte jedoch nicht, das Tor zu treffen. Es fehlte, wie so oft, der Drang zum Tor, erschwert durch die extrem defensive Spielweise der Rohrbacher. In Hälfte zwei stieg die Nervosität an - das Spiel wurde immer hektischer. Durch Ballverluste fuhren die Gegner einige Konter, die die überragende VfB-Torhüterin Emi Wund aber gekonnt abwehrte. Mitte der zweiten Hälfte fiel dann das erlösende 1:0 durch Marissa Gläsle. Es folgten spannende letzte 5 Minuten, in denen der Gegner noch mal richtig Druck machte - ein Gegentor konnte jedoch verhindert werden. So blieb es beim 1:0 für den VfB. Dadurch ist man nun Tabellenführer und das heißt: Kräfte sammeln für das nächste Spiel gegen den TSV Mannheim II, das morgen, 16 Uhr, beim TSV Ludwigsburg stattfindet.

Die VfB-Herren trafen im Spitzenspiel der 1. Verbandsliga auf den Bietigheimer HTC und unterlagen knapp mit 1:2. Im Heimspiel, das auf dem Gelände der Stuttgarter Kickers ausgetragen wurde, waren es vor allem die Standards, die die Begegnung prägten. Es war ein enges Spiel und den Stuttgartern unterlief in der 50. Minute der entscheidende Fehler. Ein Ballverlust an der Mittellinie führte zu einem Gegenstoß über die rechte Seite, welchen Bietigheim schließlich im Stuttgarter Gehäuse zum Siegtreffer unterbrachte. Die VfB-Männer haben es nun schwer im Aufstiegsrennen: Bietigheim liegt mit 21 Punkten bei neun Spielen vor dem VfB mit 13 Punkten aus sieben Spielen. Am morgigen Sonntag um 16 Uhr geht es gegen die SG Villingen-Schwenningen.

Weitere Spieltermine unter www.vfbhockey.de.


Cannstatter Zeitung, 13.05.2017
Thomas Reinmüller