Teamleistung wird nicht belohnt

Hockeyspielerinnen des VfB Stuttgart vergeben erneut viele Chancen und verlieren 0:1

Ludwigsburg - Die Frauen des VfB Stuttgart bestritten ihr letztes Oberliga-Spiel vor der Hallensaison. In der Neuauflage des Saisonfinales der Vorsaison ging es gegen den weinroten Rivalen HC Ludwigsburg um drei äußerst wertvolle Punkte. Nach zuletzt starken Teamleistungen, jedoch ohne Konsequenz im letzten Drittel, wollte man bei optimalen Bedingungen Zählbares aus Ludwigsburg mitnehmen. Das gelang nicht. Der VfB unterlag mit 0:1 (0:1).

Die erste Hälfte zeichnete sich vor allem durch körperbetonte Zweikämpfe im Mittelfeld aus. Eine ausgeglichene erste Hälfte sah vor allem zwei Riesenchancen für die VfB-Damen. In der siebten Minute spielte Henriette Commichau stark auf und dribbelte den Ball durch die Ludwigsburger Verteidigung, ehe sie den Ball auf Lara Krist ablegte. Ihr Schuss wurde aber von der Ludwigsburger Keeperin abgewehrt. Keine vier Minuten später marschierte Hannah Walter durch die Ludwigsburger Verteidigung, konnte aber nicht genug Druck hinter den Ball bekommen, und der Schuss wurde erneut abgewehrt. In der Folgezeit kam Ludwigsburg auch zu einigen Möglichkeiten, die meisten davon konnten aber von der Stuttgarter Abwehrreihe entschärft werden. Eine Ecke des HCL in der 17. Minute konnte zu einer erneuten Ecke abgewehrt werden, die ebenfalls nichts brachte. In der 27. Minute kam aber die kalte Dusche für die Stuttgarter: Einen kurzen Moment unkonzentriert und schon ging ein Pass direkt durch die Verteidigung und zur Ludwigsburger Stürmerin, die den Ball an Emmy Wund vorbei zum 0:1 einschieben konnte.

In der Halbzeit wurde beschlossen, dass die Stuttgarter ein bisschen offensiver agieren sollen. Chancen waren da - wie auch in den vergangenen Partien - man muss sie eben nur noch zum Torerfolg nutzen. Die zweite Hälfte fing auch gleich mit einer Riesenmöglichkeit an. Anja Rommelspacher scheiterte nach einem genauen Zuspiel aus kurzer Distanz an der HCL-Keeperin. Die Stuttgarterinnen machten ununterbrochen Druck auf das Ludwigsburger Tor und ließen selbst wenige Chancen vor ihrem eigenen Tor zu. Einzig und allein ein zwischenzeitlich mehr als verdientes Tor blieb aus. Und so endete das Spiel mit einer 0:1-Niederlage für den VfB Stuttgart. Nach sechs Spielen in der Oberliga-Saison 2017/18 stehen die VfB-Damen mit drei Punkten im Tabellenkeller auf dem siebten Platz. Jedoch nehmen die VfB-Damen eine starke Leistung der Mannschaft als Motivation und Schwung für die Hallensaison und die darauffolgenden Sommerrunde auf dem Feld mit.

Die VfB-Herren nutzten die letzte Möglichkeit, noch vor der Winterpause das Punktekonto zu verbessern. In Karlsruhe holten sie beim 3:3 zumindest einen Punkt und stehen über die Winterpause damit auf dem sechsten Tabellenplatz in der Oberliga.

Cannstatter Zeitung, 21.10.2017
Thomas Reinmüller

VfB-Nachwuchs freut sich über Silber

 U-14 Hockeyspieler verlieren Endspiel in der Verbandsliga nach Penaltyschießen - VfB Aktive gehen leer aus

Bad Cannstatt - Keine Punkte holten die Männer des VfB Stuttgart am Doppelspieltag. Sowohl gegen Bietigheim als auch Ludwigsburg verließ man den Platz als Verlierer. Nicht besser erging es den Frauen. Sie verloren ihr Oberliga-Spiel gegen Heidelberg.

Beim Mitaufsteiger in Bietigheim begannen die Stuttgarter mit solidem Aufbauspiel. Immer wieder fand der VfB Lücken im System der Hausherren und konnte sich in die gegnerische Hälfte kombinieren. Im Viertel fehlte allerdings etwas die Konsequenz - gefährliche Torchancen blieben selten. Nach hinten arbeitete das Team zunächst gut und konnte im gesamten Spielverlauf zahlreiche defensive Zweikämpfe für sich entscheiden. Dennoch konnte sich Bietigheim bei schnellen Kontern mehrfach Chancen erspielen. Zwei Strafecken der Gastgeber konnten die Stuttgarter abwehren. Torlos ging es in die Pause, doch den Wieder- L anpfiff verschliefen die Herren gehörig. Quasi mit dem Anstoß erzielte Bietigheim das 1:0. Zehn Minuten später verwandelte Kai Bock die erste Strafecke unten links und sorgte damit für den zwischenzeitlichen Ausgleich. Weitere zehn Minuten später ging der VfB abermals durch eine kurze Ecke sogar in Führung. Bietigheim machte nun deutlich mehr Druck, erspielte sich gute Torchancen und glich zehn Minuten vor dem Ende aus. Kurz vor Schluss übersahen die Unparteiischen, dass ein Bietigheimer den Ball mit dem Körper spielte und so irregulär den 3:2-Siegtreffer erzielte. Eine bittere Niederlage für den VfB gegen einen direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt.

Im letzten Heimspiel der Hinrunde hatte der VfB den HC Ludwigsburg II zu Gast. Trotz schwerer Beine vom Vortag begann das Team gut. Kapitän Ludwig Schmid überspielte die Ludwigsburger Offensive mehrfach mit langen Schlenzbällen, jedoch blieb der VfB vorne zu harmlos, um das Gehäuse des HCL ernsthaft zu gefährden. Mit zunehmendem Spielverlauf übernahmen die Gäste mehr und mehr das Spiel. Die Stuttgarter hatten Probleme im Aufbau gegen die gut gestaffelte Raumdeckung der Ludwigsburger, die Defensive hielt jedoch zunächst stand. Ein ungeschickter Wechsel begünstigte schließlich das 1:0 für Ludwigsburg. Danach erhöhten die Gäste den Druck und erzielten das 2:0. Nach Wiederanpfiff lief der VfB aufgrund von Ballverlusten in gefährliche Konter und Torhüter Dennis Berrer bewahrte das Team mehrfach vor weiteren Gegentreffern. Kurz vor Ende der Partie kassierte man aber noch das Tor zum 0:3-Endstand. In der letzten Begegnung der Hinrunde müssen die VfB-Herren heute beim bisher punktlosen Team des Karlsruher TV antreten.

Im vierten Saisonspiel ging es für die VfB-Damen gegen den HC Heidelberg. Vom Anpfiff an legten die Stuttgarterinnen richtig los und ließen den Heideibergerinnen keine Chance, ins Spiel zu kommen. Die Gäste wurden schon beim Spielaufbau unter Druck gesetzt und so entstanden schnell die ersten Torchancen für die VfB-Mädels - ein Tor blieb aber aus. Dafür führte eine der seltenen Offensivaktionen gegen Ende der ersten Hälfte zum 1:0 für Heidelberg. In der zweiten Hälfte verlief das Spiel fast identisch. Die Stuttgarterinnen machten Druck, störten die Heidelberger schon früh im Spielaufbau, spielten sich Chancen heraus, doch ein Tor wollte einfach nicht fallen. Auch drei kurze Ecken wurden nicht genutzt. Dann noch eine Schrecksekunde für alle Stuttgarter, als Lena Schwend nach einem Zweikampf am Boden liegen blieb und verletzt raus musste. So musste Stuttgart den Rest der zweiten Hälfte ohne Kapitän auskommen. Trotzdem wollten alle zusammen nicht noch einmal Punkte liegen lassen und die letzten zehn Minuten wurde starkes Pressing gespielt, ein Tor gelang aber nicht mehr. Heute beim HC Ludwigsburg gilt es, die Negativserie zu stoppen.

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Die erfolgreiche VfB-Knaben-A (hinten von links): Hockey-Abteilungsleiter Roland Schmid, Max Waldbauer, Henri Wollenberg, Alessio Gualtieri, Trainer Steven Krietsch, Hennes Oppold, Julius Heinrich, Trainer Markus Kaupp, Simon Eberhardt, Lennard Günzler, Enrico Hampl, Finn Kubietziel, Louis Döring und VfB-Vorstand Bernd Gaiser; (vorne von links) Marc Reinmüller, Jesper Steemann-Engel, Oie Frietsch und Jan-Luca Ingerl.

 

Für die VfB-Hockey-Jugend standen in der Verbandsliga die letzten Saisonspiele an. Dabei unterlagen die VfB-Knaben-A (U 14) in einer höchst spannenden Partie am Ende denkbar knapp mit 6:7 im Penaltyschießen gegen Tuttlingen. Damit schließen die VfB-Jungs mit einer beeindruckenden Teamleistung die gelungene Saison mit Silber ab. Am gleichen Tag konnten die VfB-Mädchen-A (U 14) in der Platzierungsrunde mit 3:0 gegen Weinheim und mit 2:1 gegen Merzhausen gewinnen und sich letztlich den fünften Tabellenplatz sichern.

Cannstatter Zeitung, 14.10.2017
Thomas Reinmüller

VfB-Aktive bleiben ohne Punkte

Bad Cannstatt - Die Oberliga- Frauen des VfB Stuttgart rückten beim Mannheimer HC 2 mit dem Ziel an, drei Punkte zu holen. Die Stuttgarterinnen starteten gut ins Spiel und ließen hinten nichts zu. Sie standen kompakt und defensiv. Um mehr Druck auszuüben und in den gegnerischen Schusskreis zu kommen, gingen die VfB-Mädels nach der ersten Viertelstunde in die Offensive. Dabei ging aber die Ordnung verloren, die Abstände wurden zu groß und die Schwaben ließen sich zu leicht umspielen. So fielen noch in der ersten Hälfte drei Gegentore, alle auf die selbe Weise. Die Mannheimer kamen über rechts in den Schusskreis und fanden jedes Mal eine freie Mitspielerin für den gefährlichen Querpass vor dem Tor. In der Pause waren sich die VfB- Mädels einig: Die erste Hälfte abhaken und nach vorne blicken. Zudem müssten die Räume klein gehalten und dynamischer agiert werden. Gesagt, getan und plötzlich drehte sich das Spiel. Man setzte die Mannheimer schon bei der Ballannahme unter Druck und erreichte so viele Ballgewinne. Bei einer einstudierten Eckenvariante gelang Hannah Walter schließlich das 1:3.

Die VfB-Mädels lieferten zwar eine starke zweite Hälfte ab, zu weiteren Toren reichte es aber nicht mehr. Beim Heimspiel am vergangenen Dienstag gegen den SSV Ulm fehlte den VfB-Damen das Glück und sie verloren mit 1:2. Heute um 16 Uhr empfängt der VfB den HC Heidelberg. Mit 0:7 kamen die VfB-Herren beim SV Böblingen ordentlich unter die Räder. Die VfB-Herren treten heute (17.30 Uhr) zum Oberliga-Spiel beim Bietigheimer HTC an, morgen, 10 Uhr, empfängt man den HC Ludwigsburg II.

Daumendrücken ist angesagt für die VfB-Knaben-A (männliche U 14) beim heutigen Endspiel (11 Uhr) in der Verbandsliga. Auf heimischem Platz in der Mercedesstraße geht es um den baden-württembergischen Pokal gegen den RW Tuttlingen. Die VfB-Jungs freuen sich über lautstarke Unterstützung auf den Rängen.

Cannstatter Zeitung, 07.10.2017
Thomas Reinmüller

Doppelsieg zum Auftakt

Sowohl die Hockey-Oberliga-Frauen als auch die -Männer des VfB Stuttgart gewinnen souverän

Bad Cannstatt - Zum Auftakt der Oberliga-Saison empfingen die Frauen des VfB Stuttgart den TSV Mannheim II und gewannen souverän mit 2:0. Auch den Männern ist der Start in die Oberliga-Runde geglückt - sie besiegten die Stuttgarter Kickers II mit 3:0.

Die VfB-Frauen dominierten über weite Strecken die Partie und hatten die besseren Chancen, die aber bis zur Pause ungenutzt blieben. In der Halbzeitpause war somit klar: Die Chancen müssen besser genutzt werden. Auch in der 38. Minute blieb Anja Rommelspacher im Eins- gegen Eins-Duell mit der Mannheimer Keeperin ohne Erfolg. Das Mannheimer Tor schien geradezu vernagelt. Dann jedoch konnten die VfB-Mädels in der 55. Minute eine Strafecke herausholen. Diese wurde nach einer Variante über rechts auf der Linie von einer Verteidigerin mit dem Körper gestoppt. Die Folge: Siebenmeter. Den Strafstoß verwandelte Elissa Eggenweiler mit einem trockenen Schlenzer zum überfälligen 1:0. Die VfB-Damen dominierten das Spiel mit hohem Pressing und konsequentem Powerplay. Nach einer starken Kombination über den linken Flügel fiel der hochverdiente zweite Treffer für den VfB: Der Ball wurde in die Mitte gespielt, wo Anja Rommelspacher mit der argentinischen Rückhand unten links ins Tor platzierte. So stehen die VfB-Damen nun in der Oberligatabelle direkt hinter den Stuttgarter Kickers II, die das bessere Torverhältnis aufweisen. Eben beim Stadtrivalen Stuttgarter Kickers treten die VfB-Mädels heute um 18 Uhr an.

Auch die VfB-Herren sind nach einjähriger Abstinenz erfolgreich in die Oberliga-Saison gestartet. Zum Auftakt gewann der VfB das Derby gegen die Herren II der Stuttgarter Kickers souverän mit 3:0. In den ersten Minuten kamen die Gäste etwas besser ins Spiel und hatten mehr Ballbesitz, ohne das Tor des VfB ernsthaft in Gefahr zu bringen. Schnell stellten sich die Hausherren auf den Gegner ein und schafften es, sich in den gegnerischen Kreis zu kombinieren. Carsten Thorwart wurde nach einem Konter zentral in letzter Sekunde geblockt, zudem erspielten sich die VfB-Jungs zwei Strafecken. In der elften Minute durften die Cannstatter erstmals jubeln. Nach Ballgewinn zwischen Mittellinie und gegnerischem Viertel hatte Fabian Kelch mit einem Solo über die linke Seite drei Gegenspieler düpiert und den Ball in die Mitte gepasst. Tobias Krähling vollendete am langen Pfosten aus kurzer Distanz. Die Gäste kamen dem Kasten von VfB- Torhüter Dennis Berrer in dieser Hälfte nur einmal nahe, eine Straf-ecke führte jedoch zu nichts. Der VfB verwandelte hingegen eine kurze Ecke im Nachschuss. Werner Radtke hatte den abgewehrten ersten Ball reaktionsschnell zum 2:0 über die Linie gebracht. Auch in der zweiten Hälfte blieb der VfB griffig in den Zweikämpfen und kontrollierte die Partie. Erstmals halfen dabei die beiden Neuzugänge Fabian von Karstedt und Kai Bock, die mit Neukapitän Ludwig Schmid für die nötige Ruhe im Aufbau sorgten. Lediglich acht Minuten nach Wiederanpfiff konnte sich der starke Fabian Kelch mit seinem Treffer zum 3:0 belohnen. Unermüdlich arbeitete der kleine Berliner die ganze Partie und war überall auf dem Platz zu finden. Auch das übrige VfB-Team zeigte sich spielfreudig und erlaubte sich nur eine kurze Phase der Unkonzentriertheit kurz nach Mitte der zweiten Halbzeit. Nach einem spielfreien Wochenende geht es für die Herren am 30. September in Böblingen um die nächsten Punkte.

Für die VfB-Hockey-Jugend geht es nun um die Platzierungen im Baden-Württembergischen Pokalwettbewerb. Allen voran die VfB- Mädchen-B, die in der Finalrunde am Sonntag in Bietigheim den Pokal gewinnen wollen. Für die VfB- Knaben-A geht es heute um 15.30 Uhr auf heimischem Platz gegen SSV Ulm zunächst um den Finaleinzug.


Cannstatter Zeitung, 23.09.2017
Thomas Reinmüller

Rundenbeginn der VfB-Aktiven

Bad Cannstatt - Die Sommerpause ist beendet und auf dem Kunstrasenplatz in der Mercedesstraße ist am Wochenende wieder Hockeyaction angesagt - nach den Ferien gleich mit einem vollgepackten Programm. Die Damen des VfB Stuttgart empfangen zum ersten Saisonspiel in der Oberliga am Sonntag um 14.30 Uhr den TSV Mannheim II. Danach sind um 16 Uhr die VfB-Herren I mit dem Lokalderby gegen die zweite Mann-schaft der Stuttgarter Kickers dran. Beide Teams freuen sich auf breite Fan-Unterstützung. Auswärts antreten müssen am Sonntag die VfB- Herren-II um 10 Uhr beim HC Suebia Aalen.
Für die VfB-Hockey-Jugend geht es dafür zum Ende der Saison um die Platzierungen beim baden- württembergischen Pokalwettbewerb. Los geht es heute mit dem Heimspiel der VfB-Knaben-A um 11 Uhr gegen den Mannheimer HC III. Am Sonntag folgen um 10 Uhr und um 11.30 Uhr die Heimspiele der VfB-Mädchen-B gegen Aalen und den TSV Mannheim II. Auswärts spielen die VfB-Knaben-B, die in Lahr ran müssen. Dort treffen sie um 11 Uhr auf den Gastgeber und um 12.15 Uhr auf die Stuttgarter Kickers II. Alle weiteren Spieltermine auf der VfB-Hockey- Homepage unter www.vfbhockey. de.

Cannstatter Zeitung, 16.09.2017
Thomas Reinmüller

Trotz Niederlage in die Oberliga aufgestiegen

Hockeyspieler des VfB Stuttgart profitieren von Schützenhilfe

Bad Cannstatt - Die Männer des VfB Stuttgart hatten am letzten Spieltag der Verbandsliga-Saison den Aufstieg in die Oberliga selbst in der Hand. Trotz der 2:4-Niederlage im Heimspiel gegen Schlusslicht HC Gernsbach gelang dem VfB als Zweitplatzierter der Aufstieg in die Oberliga.

Die VfB-Herren hatten sich ihr Aufstiegsendspiel mit guten Leistungen und etwas Glück ermöglicht, da in dieser Runde ausnahmsweise zwei Teams in die Oberliga aufsteigen werden. Ein Unentschieden hätte dem VfB dabei gereicht, um aus eigener Kraft die Rückkehr in die Oberliga zu feiern, und das Team des VfB legte beherzt los. Es dauerte kaum fünf Minuten, da hatte Carsten Thorwart nach Pass seines Bruders Nico den Kreis alleine vor sich und brachte Stuttgart in Führung. Kurz darauf gelang es ihm, nach einer Flanke von rechts auf 2:0 zu erhöhen. Ein perfekter Start, alles entschieden - weit gefehlt. Beim VfB häuften sich mit der Führung die Flüchtigkeitsfehler. Leichte Ballverluste in der Vorwärtsbewegung und mangelnde taktische Disziplin ermöglichten dem Tabellenletzten Gernsbach - nach einem Konter - den Anschlusstreffer. Der Treffer schien den abstiegsbedrohten Gästen neuen Mut zu geben und der VfB war nicht wieder aus seiner Lethargie erwacht. Ludwig Schmid rettete die Führung, als er mit einem artistischen Hechtsprung einen Ball aus dem Winkel fischte. Doch kurze Zeit später klingelte es erneut im VfB-Kasten. Ein 2:2-Pausenstand war die Folge und es sollte noch schlimmer kommen. Mit dem Anpfiff erzielte Gernsbach prompt das 3:2-Führungstor. Eine unfassbare Fehlerkette war dem Treffer vorangegangenen. Die VfB-Herren bemühten sich in der Folge, mehr Druck auf den Gast auszuüben, verloren sich jedoch viel zu häufig in Einzelaktionen. Im Kreis blieb man glücklos, gleich mehrere Strafecken nutzte der VfB nicht und auch diverse andere Chancen brachten nichts Zählbares. Immer weiter rückte der VfB vor und hatte deutlich mehr Ballbesitz. Gernsbach setzte auf Zeitspiel und Konter. Lukas Weniger konnte als letzter Mann mehrfach brenzlige Situation entschärfen, ehe die Gernsbacher kurz vor Ende das 4:2 erzielten. Hängende Köpfe beim VfB, Freude bei Gernsbach. Kurz nach Abpfiff wandelte sich das Bild jedoch schnell. VfB-Konkurrent Lahr hatte gegen Villingen-Schwenningen verloren, der VfB war somit aufgestiegen, Gernsbach ist trotz des Sieges abgestiegen. Es dauerte etwas, bis sich die VfB-Jungs nach dieser Partie freuen konnten und auf den Trainer warten noch einige Aufgaben für die nächste Punkterunde, die der VfB mit mehr Glück als Verstand in der Oberliga antreten darf.

Cannstatter Zeitung, 08.07.2017
Thomas Reinmüller

Drei Minuten fehlen zur Meisterschaft

Oberliga-Hockeyspielerinnen des VfB Stuttgart verlieren "Endspiel" beim HC Ludwigsburg mit 2:3 und müssen dem HC den Aufstieg überlassen

Ludwigsburg - Die Frauen des VfB Stuttgart haben die Oberliga-Meisterschaft und damit den Sprung in die 2. Regionalliga verpasst. Sie unterlagen im letzten und entscheidenden Spiel dem HC Ludwigsburg mit 2:3, der damit den Titel gewonnen hat. Den VfB-Frauen bleibt nur der undankbare zweite Platz.

Die Gäste aus Stuttgart gingen zwar motiviert, jedoch etwas nervös ins Spiel: Eine frühe Ecke des HCL blieb zwar ungenutzt, es dauerte aber lediglich bis zur 5. Minute, ehe der Ball im Stuttgarter Tor lag. Eine Flanke kam von rechts in den Kreis, und die Ludwigsburger Stürmerin schob zum 1:0 ein. In der Folgezeit blieben die VfB-Mädels weiterhin unter Druck und mussten einige brenzlige Situationen entschärfen. Bei einer zweiten Ecke des HCL konnte Lena Schwend den Schuss auf der Linie abwehren. Eine frühe Auszeit beruhigte die VfB-Mannschaft etwas. Das erste offensive Lebenszeichen des VfB kam in Form einer Ecke in der 26. Minute. Kurz vor der Halbzeit noch eine Torraumszene für den VfB, jedoch blieb auch diese ungenutzt.

Nach der Halbzeit standen die VfB-Damen kontrollierter und ruhiger, das Spiel war generell ausgeglichener als in der ersten Hälfte. In der 42. Minute machte der HCL das 2:0. Die Vorentscheidung schien da schon gefallen zu sein. Jedoch hatten die VfB-Mädels gehörig was dagegen: Rebecca Sharpe bekam einen Pass in der gegnerischen Hälfte und hatte freie Laufbahn auf die Ludwigsburger Keeperin. Nach einem kurzen Eins-gegen-Eins packte sie den argentinischen Schrubber aus, und das Anschlusstor zum 1:2 war gefallen. Das Selbstvertrauen der Stuttgarterinnen stieg. Keine sieben Minuten später bedrängte Lara Krist die Ludwigsburger Verteidigerin im ei-genen Schusskreis und legte den Ball rüber zu Anja Rommelspacher, die cool zum Ausgleich einschieben konnte. Um die 60. Minute nahmen die Ludwigsburger die Keeperin raus und stellten noch eine zusätzliche Spielerin auf dem Platz, um den Angriffswellen des VfB stand-zuhalten. Zwei weitere Ecken blieben ungenutzt. Drei Minuten vor Schluss dann aber der Schock: Der HCL nutzte seine spielerische Überzahl aus und der Ball lag im Stuttgarter Tor - 3:2. Nach einer Auszeit nahm auch der VfB seine Keeperin raus. In der letzten Minute lag der Ball schließlich im Tor des HCL, jedoch kam der Pfiff des Schiedsrichters zuvor, der vermeintlich einen gefährlichen Ball gesehen haben will. So blieb es bei der unglücklichen 2:3-Niederlage. Den VfB-Damen stand die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben, dennoch beenden sie die Oberliga- Saison 2016/17 als Vizemeister.

Die VfB-Herren haben am vergangenen Spieltag die Chance auf den vorzeitigen Wiederaufstieg in die Oberliga vergeben. Bei der SG Lahr/Offenburg verlor man unnötig mit 0:1. Das Spiel glich von Beginn an der Partie der Vorwoche. Der VfB startete mit solidem Spielaufbau und ließ den Ball in den eigenen Reihen laufen. Lahr stand defensiv und hoffte auf Konter. Ein Stellungsfehler bei einem langen Schlenzball führte in der 13. Minute zur ersten Strafecke für die Gastgeber, die prompt verwandelt wurde. Der VfB wirkte nun etwas verunsichert, versuchte aber, sein druckvolles Spiel wieder aufzunehmen. Stuttgart hatte in der Folge viel Ballbesitz, zeigte jedoch Schwächen beim Eindringen in den Kreis. Auch die zweite Hälfte zeigte kaum Veränderungen. Die VfB- Herren standen nun aber offensiver, die Anfälligkeit für Konter wuchs. Lukas Weniger konnte mehrere Eins-gegen-Eins-Duelle für sich entscheiden und auch der Keeper Dennis Berrer blieb aufmerksam und entschärfte einige Lahrer Gegenstöße. Der VfB verzettelte sich mit zunehmender Spieldauer in Einzelaktionen und verlor so den Blick für den freien Mann. Hubertus Kramer und Carsten Thorwart, dessen Ball von einem Lahrer Spieler erst auf der Linie geklärt wurde, hatten die größten Chancen für den VfB - es blieb letztlich beim 0:1. Im letzten Spiel am morgigen Sonntag, 11 Uhr, kann der VfB zu Hause den-noch den Aufstieg feiern. Auf eigenem Platz in der Mercedesstraße kommt es dabei zum Duell gegen den HC Gernsbach, für den es noch gegen den Abstieg geht. Dem VfB reicht ein Punkt zum sicheren Aufstieg, da es zwei Aufsteiger in die Oberliga geben wird. Lautstarke Fan-Unterstützung ist natürlich willkommen.

Cannstatter Zeitung, 01.07.2017
Thomas Reinmüller

VfB: Mit Rückenwind ins Saisonfinale

Bad Cannstatt - Seit dem vergangenen Spieltag können die Hockeyspieler des VfB Stuttgart wieder auf dem frisch sanierten heimischen Platz in der Mercedesstraße spielen. Mit Rückenwind geht es nun in die letzten Saisonspiele. Den ersten Dreier setzten die VfB-Herren in der 1. Verbandsliga beim klaren 5:0 gegen die TSG Bruchsal. Die VfB- Jungs ließen absolut nichts anbrennen und sorgten mit Toren von Nico Thorwart, Johannes Schreiner, Julian Berkmann (2) und Werner Radke für einen nie gefährdeten Sieg, bevor am darauf folgenden Tag das eigentliche Platz-Einweihungsevent folgen sollte. Hier war den VfB-Herren im Spiel gegen die SG Lahr/Offenburg von Beginn an eine gewisse Müdigkeit anzumerken. Trotz größerer Spielanteile konnte zu wenig Druck auf die Gäste ausgeübt werden. Ein Ballverlust mit anschließendem Gegenstoß führte schließlich zum 0:1. In der zweiten Hälfte gelang den VfB- Jungs mit einem ruhenden Ball schließlich der 1:1-Ausgleich. Ein Freischlag direkt vor der Viertellinie war von Ludwig Schmid schnell in den Kreis geschlagen worden, wo Carsten Thorwart per Stecher vollendete. Mehr passierte nicht mehr. Damit bleiben die VfB-Herren mit einem Zähler Vorsprung Spitzenreiter. Im heutigen Spiel (16 Uhr) in Lahr, müssen die Stuttgarter unbedingt gewinnen. Sollte Bietigheim parallel dazu verlieren, wäre den Herren der Wiederaufstieg in die Oberliga nicht mehr zu nehmen.

Ebenfalls im Rahmen des Eröffnungsevents trafen die VfB-Damen auf den Mannheimer HC 2, kamen aber über ein 0:0 nicht hinaus. Die VfB-Mädels spielten von Beginn an ihr System ruhig und gekonnt, so dass es oft zu Nadelstichen im Mannheimer Viertel kam. Der VfB hatte zwar mehr Spielanteile, aber nur selten Chancen. So blieb es beim 0:0 und einem enorm wichtigen Punkt für die VfB-Mädels. Für den Spitzenreiter VfB kommt es morgen, 11 Uhr, beim Tabellenzweiten HC Ludwigsburg zum Showdown. Der Aufstieg in die 2. Regionalliga ist für die VfB-Damen zum Greifen nah: Ein Remis reicht den Stuttgarterinnen zum Titel.


Cannstatter Zeitung, 25.06.2017
Thomas Reinmüller